


Kunstrasen Nein
Ja zu soliden
Gemeindefinanzen
Am 8. März entscheiden wir nicht über Fussball.
Wir entscheiden über Schulden, Prioritäten und Verantwortung.
Die nackten Zahlen sind eindeutig –
Niederlenz ist finanziell bereits überlastet
Ohne die Zahlungen vom Kanton wäre die Gemeinde heute nicht mehr zahlungsfähig
Gleichzeitig steigen die Pflichtausgaben:
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weniger Prämienverbilligungen vom Kanton
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mehr Kosten im Gesundheits- und Sozialbereich
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IT-Ausbau in Schule und Verwaltung
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Sanierung von Strassen und Gebäuden
Die Richtung ist klar: Ohne harte Priorisierung droht eine Steuererhöhung.
Der Kunstrasen ist ein Luxusprojekt
Schätzungsweise kostet der Kunstrasen CHF 1.9 Investitionen:
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CHF 1.25 Mio. durch die Gemeinde
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CHF 0.25 Mio. durch den FC Niederlenz
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CHF 0.4 Mio. durch Sportfonds Aargau
Damit jährlich rund CHF 60'000 Mehrkosten. Dazu kommen noch alle 12–15 Jahre CHF 300'000 – 500'000 an Sanierungskosten.
Heute kostet der Sportplatz bereits CHF 180'000 pro Jahr.
Mit Kunstrasen: CHF 240'000 pro Jahr -> fast eine Viertelmillion Franken jedes Jahr! Und das nur für einen einzigen Standort.
Weitere Folgekosten sind absehbar:
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Mehr Garderoben
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Mehr Parkplätzen
Das ist kein Ende – das ist der Anfang.
Hohe Subventionen für sehr wenige
Der FC Niederlenz hat rund 400 Mitglieder.
Schon heute bezahlen die Steuerzahler 450 Franken pro Mitglied pro Jahr.
Mit Kunstrasen kommen weitere rund 140 Franken pro Mitglied pro Jahr dazu.
Kein anderer Verein in Niederlenz wird in diesem Ausmass unterstützt. Gleichzeitig zahlt der FC offenbar einzelnen Spielerinnen und Spielern Entschädigungen – während die Allgemeinheit die Infrastruktur finanziert.

Der Nutzen für die Gemeinde ist sehr klein
Ein Kunstrasen verbessert die Trainingsbedingungen für den FC. Für die Allgemeinheit bringt er kaum Mehrwert. Der FC verfügt bereits heute über:
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einen der schönsten und grössten Sportplätze der Region
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rund 40'000 m2 Fläche
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bestehende Garderoben und Infrastruktur
Die Jugendförderung funktioniert seit Jahrzehnten ohne Kunstrasen. Sie lebt von engagierten Trainerinnen und Trainern – nicht vom Untergrund.
Wer profitiert – und wer nicht
Profiteure:
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vor allem die aktiven Spielerinnen und Spieler des FC
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nur rund 40% davon wohnen in Niederlenz
Kaum oder nicht profitierend:
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die Junioren, für die ein Kunstrasen kaum relevant ist
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die Schule, die den Platz heute schon kaum nutzt
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andere Vereine, deren Nutzung durch den Kunstrasen eher eingeschränkt würde
Der Kunstrasen ist somit kein Projekt für die ganze Gemeinde, sondern für einen einzelnen Verein.
Mehr Verkehr und mehr Parkplatzprobleme
Die FC will den Kunstrasen auch an auswärtige Teams vermieten. Das bedeutet:
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längere Saison
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mehr Trainings und Spiele
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mehr Verkehr
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mehr Parkplatzmangel für die Anwohnenden
Diese Belastungen erscheinen in keiner Kostenrechnung, sind aber real.
Warum sollen wir zahlen?
Die jährlichen Mehrkosten von 60'000 Franken könnte der FC auch selbst tragen – zum Beispiel über höhere Mitgliederbeiträge.
Stattdessen sollen alle Steuerzahlenden dafür aufkommen, auch jene ohne Bezug zum Fussball. Das ist eine politische Grundsatzfrage.


Ein Kunstrasen bindet die Gemeinde langfristig
Ein Kunstrasen ist kein einmaliger Kauf.
Es verursacht dauerhaft Kosten für:
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Unterhalt
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Reinigung
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Erneuerung
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Entsorgung
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vollständigen Einsatz
Wer Ja sagt, verpflichtet die Gemeinde auf Jahrzehnte hinaus.
Schlussfolgerung
Ein Nein zum Kunstrasen ist:
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kein Nein zum FC
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kein Nein zur Jugend
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kein Nein zum Sport
Es ist ein Ja zu soliden Finanzen, fairen Prioritäten und einem finanziell unabhängigen Niederlenz.
Niederlenz braucht:
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funktionierende Schulen
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sichere Strassen
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stabile Finanzen
Aber keinen Luxus-Plastikrasen